PET-CT bei Lymphomen

Abb.: [18F]FDG PET
Abbildung: [18F]FDG PET in der Therapiekontrolle beim Hodgkin-Lymphom

Die Nuklearmedizin ist in Köln ein wichtiger Partner in den interdisziplinären Tumorkonferenzen, da sie mit der PET-CT-Diagnostik ein hervorragendes Werkzeug für das Management der Lymphome anbieten kann. Vitales (aktives) Lymphom-Tumorgewebe zeigt einen stark erhöhten Stoffwechsel, den man mit der Spürsubstanz [18F]FDG (ein Marker des Zuckerstoffwechsels) und der PET-CT-Methode gut nachweisen kann. Dies erlaubt bereits vor Therapiebeginn eine genaue Stadienzuordnung. Bereits früh im Therapieverlauf kann die PET-CT das Ansprechen auf die Therapie erkennen, auch wenn das Lymphomgewebe von der Masse noch nicht kleiner geworden ist. Gewebe, das auf die Therapie anspricht zeigt rasch eine Abnahme im Stoffwechsel (siehe Abbildung).

Im hier gezeigten Beispiel ist ein sehr gutes Therapieansprechen auf Chemotherapie zu erkennen. Es zeigt sich eine deutliche Abnahme der ursprünglich krankhaft erhöhten Stoffwechselaktivität des Tumorgewebes nach Therapie. Durch diese Art der Therapiekontrolle kann früh identifiziert werden ob Patienten auf Therapien ansprechen (Responder) oder ob die Therapie keinen Erfolg hat und somit nicht unnötig fortgesetzt werden muss (Non-Responder), so dass auf andere Vorgehensweisen umgestellt werden kann.

Nach Ende der Chemotherapie ist die PET-CT bei hochmalignen Lymphomen und dem Hodgkin Lymphom klinischer Standard zur Beurteilung von Restgewebe. Sofern keine stoffwechselaktiven Herde mehr nachweisbar sind ist von einem Therapieerfolg auszugehen.
Die Therapieauswahl und –kontrolle der Lymphome stellt auch einen wissenschaftlichen Hauptschwerpunkt der Klinik und Poliklinik für Nuklearmedizin dar. Die Klinik ist seit 2003 Referenzzentrum der Deutschen Hodgkin-Studiengruppe für alle im Rahmen der Studien durchgeführten PET-CT Untersuchungen in Deutschland.

Nach oben scrollen