23.04.2019
Ehrung

Doktorand Voltin mit Cuno Winkler-Preis ausgezeichnet

Forschungsergebnisse führten zu Richtlinienanpassungen

Conrad-Amadeus Voltin, Foto: Frank Pusch
Conrad-Amadeus Voltin, Foto: Frank Pusch

Conrad-Amadeus Voltin, Medizinstudent im Praktischen Jahr und Doktorand der Klinik und Poliklinik für Nuklearmedizin der Uniklinik Köln, ist im Rahmen der 57. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Nuklearmedizin mit dem renommierten Cuno Winkler-Preis geehrt worden. Er erhielt den mit 3.000 Euro dotierten Preis für seine im Fachjournal Annals of Oncology erschienene Originalarbeit „Value of bone marrow biopsy in Hodgkin lymphoma patients staged by FDG PET: results from the German Hodgkin Study Group trials HD16, HD17, and HD18“. Anhand der zugrundeliegenden Studie ging er darin der Frage nach, ob die bislang standardmäßig zur Ausbreitungsdiagnostik des Hodgkin-Lymphoms durchgeführte Knochenmarkbiopsie adäquat durch eine Positronen-Emissions-Tomographie (PET) zu ersetzen ist. Resultat war die klinisch relevante Erkenntnis, dass bei Durchführung einer PET von der belastenden Knochenmarkbiopsie im Regelfall abgesehen werden kann.

Basierend auf den Ergebnissen der Untersuchung kam der Gemeinsame Bundesausschuss als höchstes Gremium der Selbstverwaltung des deutschen Gesundheitswesens im Oktober 2018 zu der Beurteilung, dass die PET beim initialen Staging des Hodgkin-Lymphoms für eine ausreichende, zweckmäßige sowie wirtschaftliche Versorgung der Erkrankten erforderlich ist und hat infolgedessen eine Änderung der entsprechenden Richtlinie beschlossen. Durch die Indikationserweiterung wird den Patienten nun eine nicht-invasive sowie sichere Stadienzuordnung ermöglicht und die leitliniengerechte Versorgung wesentlich vereinfacht.

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